Aus der Konzeption des Heilpädagogischen Heims

Im Hinblick auf eine individuelle und ganzheitliche Förderung des Kindes oder Jugendlichen in seiner seelischen, sozialen und persönlichen Entwicklung richten wir unser Denken und Handeln auf der Tüllinger Höhe nach einer heilpädagogischen Konzeption aus. Diese Grundlage ermöglicht es, durch klare Strukturen Orientierung und neue Perspektiven zu geben sowie unterschiedlichen Fähigkeiten gezielt zu fördern und Entwicklungsdefizite zu korrigieren bzw. aufzuarbeiten.

Heilpädagogischer Alltag

Die wohltuende Umgebung ohne mediale Reizüberflutung dient als Schutz- und Schonraum für die Kinder und Jugendlichen. Hier ist es möglich, Kräfte neu zu entwickeln und Orientierung zu finden. Auf dieser Grundlage findet Alltagserziehung und Alltagsbewältigung in einem therapeutischen Klima statt. Festgelegte Aufgaben im Tagesablauf und die begleitete Freizeit mit vielfältigen heilpädagogisch orientierten Angeboten eröffnen neue Erfahrungsräume, in denen sich der junge Mensch individuell erproben, bewähren und weiterentwickeln kann.

Rhythmisierung

Der Tages-, Wochen- und Jahreszeitenablauf ist in der Wohngruppe rhythmisiert und strukturiert. Schule und Lernen, gemeinsame Mahlzeiten, Gemeinschaftserlebnisse bei Sport und Spiel, musisch-gestalterische und handwerkliche Angebote haben ebenso ihren Platz wie jahreszeitliche Feste, Feiern, Kindergeburtstage. Beziehungskontinuität und eine vorhersehbare, verlässliche Tagesstruktur geben den Kindern und Jugendlichen Sicherheit, Halt und Orientierung.

Qualifizierte, beständige Betreuung

Zur Erhaltung des heilpädagogischen Rahmens und zur Entwicklung tragfähiger Beziehungen ist die qualifizierte Betreuung durch konstante Fachkräfte Vorraussetzung. Unsere erfahrenen Fachteams führen die Wohngruppen mit viel Einfühlungsvermögen, Konflikt- und Auseinandersetzungsfähigkeit, Geduld und Verantwortungsbewusstsein. Der kontinuierliche Dialog, ein Klima des Vertrauens und der Achtung sowie konsequente Grenzsetzung schaffen einen Rahmen, in dem Aggressionen und Gewalt vorgebeugt wird, Konflikte umgehend bearbeitet werden und die Persönlichkeit des jungen Menschen gestärkt werden kann. Interdisziplinär vernetztes Arbeiten im Team und mit den verschiedenen Fachdiensten unseres Hauses ermöglichen eine regelmäßige Reflexion, z.B. auch in Form von Intervision und Supervision. Zusätzlich ist  eine regelmäßige fachliche  Fortbildung zwecks Qualifizierung gewährleistet.

Intensive Vernetzung von Schule und Wohngruppe

Emotionale, soziale und kognitive Schwierigkeiten von Kindern und Jugendlichen werden häufig sichtbar in gravierenden schulischen Problemen. Im Sinne der ganzheitlichen Förderung ist ein Schwerpunkt daher auch die Überwindung schulischer Defizite und der Aufbau eines soliden Lern- und Leistungssystems. Hierbei arbeiten die Fachkräfte aus Schule und Wohngruppe sehr eng vernetzt, um ein optimales Ineinandergreifen qualifizierter schulischer Hilfen und heilpädagogischer und therapeutischer Hilfestellungen zu erlangen. Grundsätzlich ist auch der Besuch einer regionalen externen Schule möglich.

Demokratische Partizipation

Die Hilfen in den Wohngruppen der Tüllinger Höhe zielen auf eine ganzheitliche Förderung der Kinder und Jugendlichen in ihrer persönlichen, seelischen, sozialen und kognitiven Entwicklung hin zu selbstständigen, eigenverantwortlichen Menschen mit einem positiven Selbstwertgefühl. Die Wohngruppen sind daher in ihrer Struktur familiären Einheiten nachempfunden und agieren weitgehend autonom auf dem Hintergrund einer eigenen Wohngruppenkonzeption. Die Kinder und Jugendlichen werden mit all ihren Ängsten, Problemen und Defiziten ernst genommen und im Zusammenleben gilt das Prinzip der demokratischen Partizipation.

 

Ansprechpartner

Herr Carsten Panse

Durchwahl: 07621 / 423-410
Mobil: 0151 / 108 313 93
Fax: 07621 / 423-910
E-Mail: panse@tuellingerhoehe.de

 

Betreuungszeiten

Wohngruppe 365 Tage
Tag und Nacht